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Waldkliniken Eisenberg

Deutsches Zentrum für Orthopädie

Department Knie

Das Deutsche Zentrum für Orthopädie an den Waldkliniken Eisenberg ist eine national und international anerkannte Klinik zur Behandlung orthopädischer Erkrankungen am Kniegelenk.

Schwerpunktmäßig behandeln wir Patienten mit Verschleißerkrankungen (Gonarthrose), entzündlich rheumatischen Knieerkrankungen (Rheumatoide Arthritis), aber auch begrenzten Schädigungen des Knorpels und des Knochens (Osteonekrose). 

Natürlich betreuen wir auch Patienten mit allen anderen angeborenen oder erworbenen Kniegelenkserkrankungen, mit Komplikationen nach Knieprothesenimplantation und Tumorerkrankungen. Außerdem unterstützen wir Patienten mit Frakturen nach Unfall- und Sportverletzungen und deren Spätfolgen.

Unser Ärzteteam

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PD Dr. Eric Röhner

Gfd. Oberarzt
Knie
036691-81439

Departmentleiter Knie

Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie

Dr. Albrecht Straub

Oberarzt
KnieKinderorthopädie

Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie; Spezielle Orthopädische Chirurgie, Kinderorthopädie, Rheumatologie, Sportmedizin, Chirotherapie, Akupunktur & Neuraltherapie, Physikalische Therapie, Balneologie, Röntgen Diagnostik/Skelett

Dr. Markus Heinecke

Oberarzt
Knie

Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie; Spezielle Unfallchirurgie, Manuelle Medizin u. Chirotherapie

Dr. Carolin Witte

Oberarzt
Knie

Fachärztin für Orthopädie & Unfallchirurgie

Dr. Claudia Brückner

Facharzt
Knie

Fachärztin für Orthopädie & Unfallchirurgie

Dr. Matthias Tichatschke

Facharzt
Knie

Facharzt für Orthopädie & Unfallchirurgie; Spezielle Unfallchirurgie, Manuelle Medizin u. Chirotherapie

Dr. Jenny Barkowski

Assistenzarzt
Knie

Dr. Sebastian Rohe

Assistenzarzt
Knie

Dr. Nadja Kloss

Assistenzarzt
Knie

Gonarthrose

Gonarthrose

Die Gonarthrose (Kniearthrose) bezeichnet Verschleißerscheinungen am Kniegelenk. Dabei kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gelenkknorpels, später auch der Gelenkflächen und des Knochens. 

Meist leiden ältere Menschen unter dieser Erkrankung – mit der Zeit bildet sich die Knorpelschicht zurück, die Knochen reiben direkt aneinander. Auch jüngere Personen können an Gonarthrose erkranken, die Ursachen sind meist eine Überlastung des Gelenks, vorangegangene Gelenkschäden durch Unfälle oder Fehlstellungen der Gelenke. Patienten klagen häufig über eine verminderte Gehfähigkeit sowie Schmerzen beim Beugen und Belasten des Knies.

Die Behandlung der Gonarthrose hängt in erster Linie vom Schweregrad der Erkrankung ab. Im frühen Stadium helfen neben medikamentösen Therapien auch physikalische Maßnahmen (z.B. Physiotherapie) die Beschwerden zu lindern.

Bei fortgeschrittenen Schädigungen kann eine Arthroskopie sinnvoll sein. Bei diesem schonenden, minimal-invasiven Eingriff entfernen die Operateure die Gelenkknorpelfragmente und glätten die verbleibenden Oberflächen. Diese Operation kann die Schmerzen reduzieren und den Gelenkersatz hinauszögern.

Bei extraartikulären Beinfehlstellungen kann auch eine Umstellungsosteotomie sinnvoll sein. Bei sogenannten Achsfehlstellungen (X- oder O-Beine) verschleißt der Knorpel nur in den sogenannten Hauptbelastungszonen. Korrigiert man die Beinachse operativ, ändern sich diese Belastungszonen. Das vorher weniger belastete Knorpelareal des Gelenkinneren übernimmt nun die Funktion – das schmerzhafte, arthrotisch veränderte Areal wird entlastet.

Ist die Knorpelschicht völlig zerstört, und die Lebensqualität und Mobilität deutlich eingeschränkt kann eine Knieprothese implantiert werden. Diese risikoarme Operation kann die Belastbarkeit des Knies wiederherstellen und zu einem beschwerdegeminderten oder -freien Leben verhelfen. Dabei ist die Implantation einer Knieprothese keine "Verjüngerungstherapie". Sie kann aber den Patienten die Mobilität und Lebensqualität zurück bringen. 

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis

„Rheuma“ ist ein Sammelbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates. Befällt die Erkrankung ein Gelenk, kommt es zu Entzündungen der Gelenkschleimhaut, die später auch den Gelenkknorpel schädigen. 

Am Kniegelenk treten schmerzhafte Schwellungen und Rötungen auf, die Kniegelenksbänder werden geschädigt, es kommt im weiteren Verlauf zu Gelenkzerstörung und zunehmender Instabilität oder Bewegungseinschränkung. Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung.

Oft ist eine lebenslange antientzündliche medikamentöse Therapie der rheumatologischen Grunderkrankung in Kombination mit physikalischen Maßnahmen erforderlich, um die schmerzhaften Entzündungen zu mildern und die Gelenkfunktion zu erhalten. 

Hält die Entzündung an oder ist die Gelenkschädigung zu weit fortgeschritten, kann eine Operation sinnvoll sein: Als gelenkerhaltende Methode kann die Entfernung der entzündenden Gelenkschleimhaut sinnvoll sein. Ist der Gelenkknorpel großflächig zerstört, empfehlen die Ärzte die Implantation einer Knieendoprothese.

Osteonekrose

Osteonekrose

Analog zur Hüftkopfnekrose beim Hüftgelenk kommt es bei der Osteonekrose des Kniegelenkes zu einem örtliche begrenzten Absterben von Knochengewebe unterhalb des Gelenkknorpels – der Nekroseherd ist von der Blutversorgung abgeschnitten. 

Die lokalisierte Nekrose kommt am Kniegelenk im Jugendalter (Osteochondrosis dissecans) oder im Erwachsenenalter als segmentale Nekrose des Oberschenkelknochens (Nekrose des Femurkondylus) vor. 

Bei Abstoßung des Nekroseherdes in das Gelenk entstehen freie Gelenkkörper, die schmerzhafte Einklemmungserscheinungen bei Bewegung des Kniegelenkes verursachen können. Defekte an der Gelenkfläche führen zu Schmerzen und Schwellungen, im weiteren Verlauf und ohne Behandlung entsteht auch hier im Erwachsenenalter eine Gonarthrose.

Je nach Ausmaß der Gelenkschädigung schlagen die Mediziner gelenkerhaltende Methoden wie die Anbohrung und Refixierung des ausgelösten Knochenfragments oder Knorpel- bzw. Knochentransplantationen vor. Im Erwachsenenalter und Spätstadium muss der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks erwogen werden.

Waldkliniken Eisenberg

Deutsches Zentrum für Orthopädie

Führende Experten in der Endoprothetik

Dr. Eric Röhner und sein Team haben am Deutschen Zentrum für Orthopädie Konzepte entwickelt, um die Infektionsrate und das operative Ergebnis in der Knie-Endoprothetik zu verbessern.

2018 haben wir am Deutschen Zentrum für Orthopädie 727 Knieendoprothesen eingesetzt und 175 Revisionen an künstlichen Kniegelenken vorgenommen.

Neue operative Standards bei der Implantation einer Knie-Prothese

Das Deutsche Zentrum für Orthopädie an den Waldkliniken Eisenberg gehört seit Jahren zu den Vorreitern im Bereich der Endoprothetik und arbeitet stetig daran, noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Im Bereich der Knie-Endoprothetik hat das Team um den Geschäftsführenden Oberarzt Dr. Eric Röhner neue Standards gesetzt.

Die in Eisenberg angewendeten Behandlungsstrategien dienen zur Infektprophylaxe und zur Verbesserung des operativen Ergebnisses. Und das Beste daran: Dr. Eric Röhner und sein Team haben in Studien nachgewiesen, dass ihre Methoden die gewünschten Effekte erzielen. 

Im Department Knie des Deutschen Zentrums für Orthopädie werden bei Operationen keine Drainagen mehr gelegt und keine Blutsperren gesetzt.

"Das Operieren ohne Blutsperre zeigt, dass wir eine bessere Kontrolle über Blutungen haben und die Patienten weniger Beschwerden im Bereich des Oberschenkels haben, wo die Blutsperre normalerweise angelegt wird", erklärt Dr. Röhner.

Die Infektionsrate an den Waldkliniken Eisenberg liegt mit weniger als einem Prozent schon jetzt unter dem bundesweiten Schnitt von ein bis drei Prozent. Um das Infektrisiko weiter zu minimieren und gegen Null zu treiben, setzen die Spezialisten in Eisenberg auf eine durchgängige Behandlung mit Antibiotika. Bereits 30 Minuten vor der Operation bekommt der Patient die erste Dosis. Sollte die Operation länger als zwei Stunden dauern, sollte eine zweite Antibiotikagabe erfolgen.

"Wichtig ist dabei, die Dosierung an das Gewicht des Patienten anzupassen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen", sagt Dr. Röhner. Außerdem bekommt der Patient vor der OP ein Medikament zur Blutgerinnung, "so dass wir den Blutverlust und die postoperative Hämatombildung verringern", klärt der Geschäftsführende Oberarzt auf.

Nach der Operation erfolgt die Gabe von Vancomycin. Dieses Antibiotikum wird direkt in das Gelenk geschüttet. "Der Vorteil ist, dass es dort eine Weile bleibt und wirkt", erklärt Dr. Röhner. "Durch eine Studie konnten wir zeigen, dass wir unsere ohnehin schon sehr niedrige Infektionsrate noch weiter senken können. Zu beachten ist, dass man dieses Antibiotikum nicht bei der Implantation von Teilprothesen geben sollte, weil wir nachgewiesen haben, dass es für den Knorpel giftig ist."

Auch bei aseptischen Wechseln von Prothesen, also bei Patienten, deren Prothese sich gelockert hat oder nicht mehr stabil ist, sorgt eine fünf Tage dauernde Antibiotika-Behandlung für bessere Ergebnisse.

Der entscheidende Vorteil: Sollte bei einer Gewebeentnahme ein Keim festgestellt werden, kann das Antibiotikum entsprechend dem Antibiogramm angepasst werden und das ohne Lücke. "Der Patient hat vom ersten Tag an Antibiotikum bekommen und dadurch sehr gute Chancen, dass die Infektion beherrscht werden kann. Das wäre nicht der Fall, wenn wir erst nach 3 Tagen mit der Antibiotikagabe anfangen, denn Bakterien bilden vom ersten Tag an Biofilm", sagt Röhner.

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